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Kosten & Entscheidung

Was kostet eine private Kranken­versicherung in Österreich?

36 veröffentlichte Preisangaben von muki und Allianz, jeweils mit Tarifstand, Profil und Quelle.

Zu den Tarifpreisen
Stand: 10 Minuten LesezeitQuellen & Arbeitsweise
Das Wichtigste vorab

Veröffentlichte Monatsprämien von muki und Allianz geben einen Anhaltspunkt, jeweils mit Tarif, Alter, Bedingungen und Originalquelle. Die tatsächliche Prämie hängt unter anderem vom gewählten Leistungsumfang und vom Ergebnis der Aufnahmeprüfung ab.

Verifizierte Tarifpreise: mit Quelle und Preisstand

Die folgenden Monatsprämien stehen in den verlinkten Originalunterlagen der Versicherer. „Verifiziert“ bedeutet: Betrag, Tarif und angegebenes Profil wurden mit diesen Quellen abgeglichen. Die Auswahl umfasst zwei Anbieter; sie ist kein vollständiger Marktvergleich.

Für Ihren Vertrag gilt erst die bestätigte Prämie nach der Aufnahmeprüfung. Gesundheitszustand, Zuschläge, Rabatte und abweichende Leistungen können den Beitrag verändern. Die Zahlen sind eine datierte Momentaufnahme und werden nicht automatisch aktualisiert.

muki: Wahlarzt Ambulant

Monatliche Tabellenprämien, Tarifstand Juli 2026, inklusive 1 % Versicherungssteuer. Alter = Kalenderjahr minus Geburtsjahr. Die Tabelle unterscheidet weder Wohnsitzbundesland noch Sozialversicherungsträger. Wir ziehen keine zusätzlichen Rabatte ab.

EintrittsalterStandard MediumStandard LargePremium MediumPremium Large
0-18 Jahre16,29 €26,00 €20,37 €31,20 €
20 Jahre29,01 €50,54 €36,26 €60,65 €
30 Jahre35,98 €63,49 €44,97 €76,19 €
40 Jahre43,96 €77,27 €54,95 €92,72 €
50 Jahre51,92 €91,12 €64,89 €109,34 €

Tarife: Standard Medium = WA MS 26, Standard Large = WA LS 26, Premium Medium = WA MP 26, Premium Large = WA LP 26. Medium hat 1.680 € Jahreslimit, Large 4.119 €. Standard begrenzt die Vergütung je Rechnung auf 80 %, Premium auf 100 %; Bedingungen und Unterlimits bleiben maßgeblich.

Die Alterszeilen zeigen verschiedene Eintrittsalter. Sie sind keine Prognose, wie die Prämie eines heute abgeschlossenen Vertrags später steigt. Die Kinderzeile gilt für 0-18 Jahre; den Übergang zum Erwachsenentarif im Angebot klären.

Quelle: muki: Wahlarzt Ambulant - Prämienübersicht · Originalfolder, Stand 07/2026 (PDF). Abgeglichen am 12. September 2026.

muki: Sonderklasse für ÖGK- und KFA-Versicherte

SOE 1/26, Zweibettzimmer, Stand Juli 2026. Monatsprämien inklusive 1 % Versicherungssteuer; keine zusätzlich abgezogenen Rabatte. Die KFA meint hier die Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien. Beide gezeigten Varianten sind bundesweit abschließbar.

EintrittsalterB1/26 · ohne SelbstbehaltVS/26 · mit Selbstbehalt
0-18 Jahre37,85 €27,82 €
20 Jahre134,28 €90,25 €
30 Jahre171,73 €109,94 €
40 Jahre219,61 €139,02 €
50 Jahre283,48 €187,25 €

B1/26: kein tariflicher Selbstbehalt in Österreich und im EU-Ausland. VS/26: bei Krankheit oder Entbindung pro Person und Kalenderjahr bis 1.646 € in Wien/EU-Ausland, 823 € in Oberösterreich/Salzburg, 549 € in den übrigen Bundesländern; Kinder 50 %. Bei Unfall entfällt dieser Selbstbehalt. Maßgeblich ist der Behandlungsort. Bei späterer Behandlung in einem teureren Tarifgebiet fällt nur die Differenz an; siehe Bedingungen SOE 1/26, Seite 5 (PDF).

Die Deckung hängt auch vom Krankenhaus ab: Vertragskrankenhäuser und öffentliche EU-Spitäler sind anders geregelt als andere Häuser. Einbettzimmer kostet zusätzlich. Alter = Kalenderjahr minus Geburtsjahr; Rundungsabweichungen im Centbereich sind laut Anbieter möglich.

Quelle: muki: Sonderklasse Exklusiv SOE 1/26 - Prämienübersicht · Originalfolder, Stand 07/2026 (PDF). Abgeglichen am 12. September 2026.

Allianz: veröffentlichte Beispielprofile

Die folgenden Preise stammen aus den jeweiligen Produktseiten. Ein Preisstand wird dort nicht genannt; Abruf und Abgleich erfolgten am 12. September 2026. Die Profile unterscheiden sich von den muki-Alterszeilen und eignen sich deshalb nicht für eine Rangliste.

Wahlarzt: Student, 21 Jahre, studiert in Wien

Comfort / MonatExtra / MonatMax / Monat
40,96 €90,14 €135,24 €

Comfort umfasst unter anderem Arztbesuche, Vorsorge und Impfungen. Medikamente, Sehbehelfe und Physiotherapie sind erst bei Extra/Max enthalten. Konkrete Jahres- und Unterlimits werden in dieser Onlineübersicht nicht beziffert und müssen im Angebot nachgelesen werden.

Quelle: Allianz: Privatarzt-Versicherung - Preisbeispiel Student, 21 Jahre. Abgeglichen am 12. September 2026.

Sonderklasse: Frau in Ausbildung, 19 Jahre, Wien

Comfort / MonatExtra / MonatMax / Monat
41,11 €100,92 €144,94 €

Comfort versichert Unfälle und definierte schwere Krankheiten; sonstige Krankheiten und Entbindung sind ausgeschlossen. Extra/Max erweitern die Deckung auf alle Krankheiten und Entbindung gemäß Bedingungen. Zweibettzimmer: Comfort und Max ohne, Extra mit Selbstbehalt. Dessen Höhe ist beim Beispiel nicht angegeben.

Quelle: Allianz: Sonderklasse-Versicherung - Preisbeispiel Frau in Ausbildung, 19 Jahre. Abgeglichen am 12. September 2026.

Für beide Allianz-Beispiele ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Sozialversicherungsträger, gesonderte Steuerangabe und verbindliche Gültigkeitsdauer fehlen im Preisbeispiel. Beim Wahlarztprofil ist Wien als Studienort genannt; der Wohnsitz wird nicht gesondert ausgewiesen. Ein Kombirabatt ist bei diesen beiden Profilen nicht ausgewiesen; wir berechnen keinen zusätzlichen Nachlass.

Alle 36 Preisangaben mit Profil und Quellen als CSV herunterladen

Für einen persönlichen Vergleich übernehmen Sie bestätigte Angebote in die Vergleichs-Checkliste. Mit dem Jahreskostenrechner können Sie anschließend Prämie und Eigenkosten zusammenrechnen. Seine voreingestellten Beträge bleiben frei gewählte Modellwerte.

Jahreskosten selbst berechnen

Modellrechnung · Startwerte sind fiktiv

Setzen Sie eine Prämie aus Ihrem Angebot ein. Ergänzen Sie erwartete Selbstbehalte und andere selbst bezahlte Kosten. Alle Ergebnisse sind Jahresbeträge; die Entwicklung ist ein Szenario.

Ihre Annahmen

Im ersten Jahr: 1.500,00 € aus 1.200,00 € Prämie und 300,00 € Eigenkosten.

So wird gerechnet

Jahreskosten = 12 × Monatsprämie + Eigenkosten. Für Jahr n: 12 × Anfangsmonatsprämie × (1 + Steigerung / 100)n−1 + Eigenkosten. Die Eigenkosten bleiben in diesem Modell konstant. Es erfolgt keine Abzinsung; eine Rückvergütung ist nicht eingerechnet.

Die eingegebene Steigerung ist eine freie Annahme, keine Prognose und keine Aussage darüber, ob oder in welcher Höhe eine Prämienanpassung zulässig wäre.

Ihre Eingaben werden nur in dieser geöffneten Seite verarbeitet und nicht an uns übermittelt. Die Website speichert sie nicht dauerhaft.

Wovon die Prämie abhängt

Wer nach den Kosten einer privaten Krankenversicherung sucht, möchte meist eine konkrete Monatszahl. Ohne ein persönliches Angebot sagt diese Zahl jedoch wenig aus: Ein reiner ambulanter Baustein deckt andere Situationen ab als eine umfangreiche Kombination mit Sonderklasse. Auch zwei gleich bezeichnete Produkte können unterschiedliche Grenzen haben.

Zu den Faktoren gehören insbesondere das Eintrittsalter, die gesundheitliche Situation bei der Aufnahme, der Leistungsumfang und ein vereinbarter Selbstbehalt. Je nach Produkt spielen außerdem die regionale Deckung und die bestehende Sozialversicherung eine Rolle. Die FMA empfiehlt, Bedarf und Bedingungen sorgfältig zu prüfen.

Quelle: FMA: Private Krankenversicherung.

FaktorDie passende Frage dazu
LeistungsumfangWelche konkreten Behandlungen und Kostenarten sind enthalten?
AufnahmeentscheidungGilt die genannte Prämie bereits nach der Gesundheitsprüfung?
SelbstbehaltWie oft und in welcher Höhe kann ich belastet werden?
Region und KrankenhäuserGilt der Preis für die von mir gewünschte Deckung?
RabatteWelche Voraussetzungen gelten und wann endet der Nachlass?

Rechnen Sie in Jahreskosten

Die Monatsprämie ist nur ein Teil Ihrer finanziellen Planung. Für eine brauchbare Vergleichsrechnung addieren Sie zwölf Monatsprämien, den in Ihrem Szenario anfallenden Selbstbehalt und nicht versicherte Kosten. Eine mögliche Rückvergütung sollten Sie getrennt ausweisen, solange deren Voraussetzungen noch nicht sicher erfüllt sind.

Erstellen Sie mindestens zwei Szenarien: ein Jahr mit wenigen Leistungen und ein Jahr mit einem versicherten Aufenthalt oder mehreren Behandlungen. Das zeigt, ob ein günstigerer Beitrag mit höheren Eigenkosten für Sie tragbar wäre. Eine Versicherung soll nicht nur in einem durchschnittlichen Jahr in Ihr Budget passen.

Fiktives Rechenbeispiel - keine Marktprämien

Angebot A kostet angenommen 90 Euro im Monat und hat in der betrachteten Situation keinen Selbstbehalt: 1.080 Euro Jahresprämie. Angebot B kostet angenommen 65 Euro im Monat und verlangt einmal im Jahr 500 Euro Selbstbehalt. Ohne betroffenen Leistungsfall kostet B 780 Euro; mit voll ausgeschöpftem Selbstbehalt 1.280 Euro. Die Rechnung setzt ansonsten identische Leistungen voraus und berücksichtigt keine weiteren Eigenkosten.

Leistbarkeit über viele Jahre prüfen

Eine Zusatzversicherung ist eine laufende finanzielle Verpflichtung. Prüfen Sie das Budget auch für Karenz, Teilzeit, eine schwächere Auftragslage oder die Pension. Ein Vertrag, der heute knapp finanzierbar ist, lässt wenig Spielraum für andere notwendige Ausgaben. Reserven bleiben auch mit Versicherung sinnvoll, weil nicht jede Behandlung oder Rechnung gedeckt sein muss.

Eine einfache Belastungsprobe: Legen Sie die geplante Jahresprämie neben Ihre übrigen festen Kosten. Rechnen Sie zusätzlich mit einem selbst gewählten höheren Betrag für ein Zukunftsszenario. Dieser Aufschlag ist keine Prognose über Prämienentwicklungen, sondern eine persönliche Budgetprüfung. Können Sie auch dann Ihre notwendigen Ausgaben und Rücklagen finanzieren?

Der frühere Einstieg allein beantwortet die Kostenfrage nicht. Eine längere Versicherungsdauer bedeutet auch mehr Beitragsjahre. Wägen Sie deshalb den möglichen Versicherungsschutz in diesen Jahren gegen die tatsächlich anfallenden Beiträge ab.

Können Prämien später steigen?

Prämienanpassungen sind rechtlich begrenzt. § 178f VersVG regelt, welche Faktoren vertragliche Anpassungen tragen können. Das bloße Älterwerden der versicherten Person oder eine individuelle Verschlechterung ihrer Gesundheit sind keine zulässigen allgemeinen Anpassungsgründe. Für bestimmte anfänglich ermäßigte Kinder- und Jugendprämien sieht das Gesetz eine besondere Regelung vor.

Eine unveränderte persönliche Gesundheit bedeutet daher nicht automatisch eine dauerhaft unveränderte Prämie. Lesen Sie die Anpassungsklausel und verlangen Sie bei einer Erhöhung eine nachvollziehbare Erläuterung. Prüfen Sie auch, ob eine Vertragsänderung zur Entlastung möglich ist und welche Leistungen dabei entfallen würden.

Quelle: RIS: VersVG § 178f - Prämien- und Leistungsänderungen.

Verwechseln Sie außerdem einen vertraglich vereinbarten Altersübergang nicht mit dem Wegfall eines befristeten Rabatts. Beides kann den Zahlbetrag ändern, beruht aber auf unterschiedlichen Regeln. Halten Sie solche Termine bereits beim Abschluss in Ihrer Budgetplanung fest.

Wo ein Kostenvergleich sinnvoll ansetzt

Beginnen Sie beim Bedarf: Welche Bausteine möchten Sie tatsächlich nutzen oder zur Absicherung größerer Kosten vereinbaren? Ein niedriges Budget rechtfertigt keine Versicherungslücke, die dem eigenen Hauptziel widerspricht. Wer die Behandlung in einem bestimmten Haus absichern möchte, sollte dessen Deckung vor der Prämienoptimierung klären.

Ein höherer Selbstbehalt kann eine Option sein, wenn ausreichend liquide Rücklagen vorhanden sind. Vergleichen Sie auch getrennte Bausteine und Kombinationen anhand derselben Situationen. Vermeiden Sie Schlussfolgerungen allein aus Paketnamen oder der Anzahl aufgezählter Leistungen.

  • Endgültige Prämie nach der Gesundheitsprüfung dokumentieren.
  • Gesamtbetrag pro Jahr einschließlich Zahlungsweise festhalten.
  • Selbstbehalte und nicht gedeckte Leistungen separat berechnen.
  • Befristete Vergünstigungen und spätere Umstellungen markieren.
  • Zwei vergleichbare Leistungsbeispiele schriftlich berechnen lassen.
  • Den Beitrag auch für ein finanziell schwierigeres Jahr einplanen.

Häufige Fragen

Was bedeutet „verifizierte Tarifpreise“?

Die veröffentlichten Beträge, Tarifnamen und angegebenen Profile wurden mit den verlinkten Originalquellen der Versicherer abgeglichen. Das Datum nennt diesen Quellenabgleich. Es ist keine verbindliche Zusage für Ihre Person; dafür sind Aufnahmeprüfung, endgültige Prämie und Vertragsbedingungen entscheidend.

Ist der günstigste Vertrag die beste Wahl?

Das lässt sich nur mit Blick auf den Bedarf beurteilen. Ein niedriger Beitrag hilft wenig, wenn die für Sie entscheidende Behandlung ausgeschlossen ist oder das Jahreslimit nicht zu Ihrem gewünschten Schutz passt.

Soll ich kleine Wahlarztrechnungen lieber selbst bezahlen?

Vergleichen Sie die mögliche Jahresprämie mit Ihrem verfügbaren Budget und den Kosten, die Sie selbst tragen könnten. Berücksichtigen Sie dabei, dass künftige Behandlungen nicht sicher vorhersehbar sind. Es gibt keine allgemeingültige Antwort für jede Person.

Quellen & redaktionelle Hinweise

  1. FMA: Private Krankenversicherung
  2. RIS: VersVG § 178f - Prämien- und Leistungsänderungen
  3. Arbeiterkammer OÖ: Private Krankenversicherung
  4. muki: Wahlarzt Ambulant - Prämienübersicht
  5. muki: Sonderklasse Exklusiv SOE 1/26 - Prämienübersicht
  6. Allianz: Privatarzt-Versicherung - Preisbeispiel Student, 21 Jahre
  7. Allianz: Sonderklasse-Versicherung - Preisbeispiel Frau in Ausbildung, 19 Jahre

Quellenrecherche: 12. September 2026. Verlinkte Quellen erläutern die jeweils genannten Grundlagen; eigene Checklisten und fiktive Beispiele dienen der Orientierung. Versicherungsbedingungen können abweichen. Diese Seite ersetzt keine individuelle Versicherungs-, Rechts- oder medizinische Beratung.

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